Raupe

walzenförmiges Larvenstadium einiger Insektengruppen, das für Schmetterlinge, Blattwespen und Schnabelfliegen charakteristisch ist. Raupen besitzen auch am Hinterleib stummelförmige Gliedmaßen, oftmals mit Haftorganen, und ernähren sich überwiegend von Pflanzen. Die Raupe entwickelt sich wie jede andere Larve aus dem befruchteten Ei und sich differenzierenden Embryo und häutet sich bis zur Verpuppung mehrmals. Das Puppenstadium ist gewöhnlich in einen Kokon aus Seide eingehüllt. Die Puppe kann frei oder fixiert sein, mit einem oder mehr Fäden an einem Ast oder Baum hängen oder im Boden verborgen liegen.

Nur verhältnismäßig wenige Raupen erreichen die Geschlechtsreife. Viele werden von Vögeln, Reptilien oder anderen Fressfeinden verzehrt sowie von Parasitoiden befallen. Zu letzteren zählen beispielsweise Vertreter der Familien Ichneumonidae (Schlupfwespen), Tachinidae (Raupenfliegen) und Carabidae (Laufkäfer, etwa der Puppenräuber). Die Weibchen der Schlupfwespen bohren mit ihrem Legebohrer Raupen an und legen darin ihre Eier ab. Die Larven ernähren sich vom Wirtsorganismus, der dabei zugrunde geht.